Ein goldenes Herz mit der Aufschrift „Westum 2025“, präsentiert vom Kasematuckel – dem Karnevalsmaskottchen der Westumer. So sieht der neue Sessionsorden der Westumer Schützengesellschaft aus, mit dem am Freitagabend zahlreiche Aktivposten und Unterstützer*innen des Westumer Karnevals im Rahmen eines Ordensfestes ausgezeichnet wurden.
„Das ist wieder mal ein echtes Schmuckstück“, lobte ein Gast den von Jörg Erke entworfenen Sessionsorden, den am Ende des Abends zahlreiche der Gäste um ihren Hals trugen. Eine der ersten Ordensträgerinnen: Jessica I. Hempen, Prinzessin in spe, durfte vom noch amtierenden Prinzen Lukas I. Schäperklaus den Orden entgegennehmen und lies durchblicken, dass sie den offiziellen Start ihrer Session mit der Proklamation am Karnevalssamstag kaum noch abwarten kann.
Bei den folgenden Auszeichnungen standen die Jubilare im Fokus: Klaus und Beate Ahaus feiern in diesem Jahr ihr 25. Jubiläum als Saalprinzenpaar. Beide erinnern sich noch voller Begeisterung an ihre Session: „Wir haben damals noch in der Wilhelmturnhalle gefeiert, das war eine tolle Zeit“, erzählt Jubelprinzessin Beate und Jubelprinz Klaus ergänzt: „Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, diesen Spaß einmal als Prinz oder Prinzessin mitzumachen“. Zustimmendes Nicken aus den Reihen der ehemaligen Prinzen.
Während das Ordensfest startet, sind nebenan die Wagenbauer der Westumer in ihrer Halle noch bei der Arbeit am neuen Motivwagen für den Rosenmontagsumzug. Nur einer hat fürs Ordensfest „arbeitsfrei“ bekommen: Manfred „Manni“ Bünker – er wird für 45 Jahre aktive Arbeit im Wagenbau ausgezeichnet.
Eng wurde es auf der kleinen Bühne, als die Prinzengarde – also alle früheren Saalprinzen – ihre Orden erhielt. „Toll, dass heute so viele ehemalige Prinzen hier sind“ freute sich Stefan Lüke vom Westumer Karnevalscomittee. Und auch als die Sponsoren aufs Podest gebeten wurden, staunten manche nicht schlecht. Lüke: „Ein Karneval, so wie wir ihn feiern, kostet eine Menge Geld. Daher sind wir dankbar für jede finanzielle Unterstützung“. Hier konnte Laura Aupke, Tambourmajorin des Juniorenspielmannszuges direkt anknüpfen: Weil die Uniformen der jungen Spielleute dringend ersetzt werden müssen, wird aktuell fleißig gesammelt und um Sponsoren geworben. Besonderen Dank richtete Aupke daher an die Clownläufer*innen, die ihre Trinkgelder vom Verkauf der Karnevalszeitung für die Uniformen des Juniorenspielmannszuges spenden.
Nach der offiziellen Ordensverleihung gehörte die Bühne besonders den Elferräten. Der Saalelferrat 2024, dessen Session bereits auf die Zielgerade eingebogen ist, wollte es noch einmal wissen. Und der Saalelferrat 2025 bewies, dass die Mädels längst warmgelaufen sind und kaum abwarten können, ab Karnevalssamstag das närrische Feuerwerk vollends zu entfachen. Ein absolut gelungener Abend für die Westumer Karnevalisten – abgesehen davon, dass der Geräuschpegel während der Ordensverleihung mal wieder recht hoch war und sich nicht wenige Gäste mehr fürs Thekengespräch als für die Würdigung der Ordensverleihung interessiert hatten.