Mecky Welle neue Schinkenkönigin

Nachdem im vergangen Jahr der Schinkenkönig der Westumer Schützengesellschaft bereits nach nur 57 Schuss feststand, zeigte sich  der symbolische Holzschinken in diesem Jahr wesentlich widerstandsfähiger.  Über achtzig Aspiranten bildeten eine lange Schlange unter der Vogelstange.  Schuss um Schuss wurde abgegeben.  Die Experten fachsimpelten, wie lange sich der hölzerne Schinken im Kugelfang noch halten würde.

Westumer Vogelstange unter Flutlicht. Im Kugelfang der Rest des Schinkens.

Mecky Welle war es schließlich vorbehalten, mit dem sage und schreibe 332. Schuss die letzen Reste des Schinkens von der Stange zu  holen. Riesenjubel unter den Eichen. Stolz und triumphierend reckte Mecky die letzten Reste des zerfledderten Holschinkens in den Himmel, um ihn anschließend gegen einen echten  Seranoschinken einzutauschen, der von der Mädelsgruppe des WKC gesponsert wurde.  Damit der nicht so trocken gegessen werden muss, gab es noch 2 Fässchen Bier als Beigabe, die der Gerätewart Markus Jaeschke spendiert hatte.  Mecky nahm die Glückwünsche ihrer Kontrahenten und Freunde entgegen und unter den Klängen des Spielmannszuges ging es zum Bierstand, um auf den erfolgreichen Schuss eine Runde Bier auszugeben. Die ersten beiden Gewinner an diesem schönen Abend hießen Daniel Göries und Jörn Schulte. Sie hatten  die am Holzschinken hängenden leeren Fässchen mit einem genauen Treffer zu Boden geholt. Die Holzfässchen durften dann jeweils gegen ein Fässchen Bier getauscht werden.

Danel Göries, Schinkenkönigin Mecky Welle und Jörn Schulte

Doch mit der Ehrung der besten Schützen war der Abend noch lange nicht beendet. In gemütlicher Runde blieben die Westumer Schützen und ihre Freunde noch lange zusammen. Zentrales Thema war an diesem Abend natürlich das bevorstehende Schützenfest am zweiten Wochenende im Juli.
Begonnen hatte der Abend für die Aktiven der ältesten Schützengesellschaft der Stadt bereits um 17.00 Uhr mit dem Antreten am Vereinsheim. Unter den Klängen des Spielmannszuges zog die Gesellschaft zur Vogelstange an der Jan-van-Detten-Straße, um zunächst den Birkenzweig zur Stange zu bringen.

Mit der Resonanz waren die Westumer durchaus zufrieden. Der Vorsitzende Maik Bothe meinte zu vorgerückter Stunde „Trotz der langen Nacht in Emsdetten durften wir viele Gäste an der Vogelstange unter den Eichen begrüßen. Das Schützenfest kann kommen. Wir sind gerüstet“.

Schinkenschießen und die Fußball-WM

-ero- Emsdetten. Jetzt geht`s los! Das gilt sowohl für die Fußball-WM in Russland wie auch den Schützenfestreigen bei der Westumer Schützengesellschaft. Während die deutschen Fußballer erst am 17. Juni in die Weltmeisterschaft starten, beginnen die Mitglieder der ältesten Schützengesellschaft der Stadt bereits am Samstag (9. Juni) mit dem Aufgalopp für das Schützenfest am zweiten Wochenende im Juli.

Treffpunkt der Aktiven ist um 17 Uhr am Vereinsheim. Unter den Klängen des Spielmannszuges bringen die Westumer den grünen Zweig zur Vogelstange auf Hof Brinkmann an der Jan-van-Detten-Straße. Wenn die Birke an der Spitze der blau-weiß gestrichenen Stange thront, ermitteln die Westumer schon traditionell ihren „Schinkenkönig“. Sobald der hölzerne Schinken am Boden liegt, bekommt der  Schütze dafür einen fertig gepökelten und getrockneten Schinken überreicht.

Bester Schütze war im Vorjahr Daniel Göries. Er stellte einen neuen Rekord auf: Mit dem 57. Schuss holte er in einem dramatischen Finale die letzten Reste des von Linus Greiwe gebauten „Schinkens“ von der Stange. Jeweils ein Fünf-Liter-Fässchen Pils gibt es auch in diesem Jahr wieder für die Schützen, denen es gelingt, die unter dem Schinken hängenden Holzfässchen abzuschießen. Im Vorjahr gelang das Klaus Albers und Thomas Untiet.

von links: Thomas Untiet, Daniel und Maxim Göries, Klaus Albers

Mit der Ehrung der besten Schützen ist der Abend noch lange nicht zu Ende. In gemütlicher Runde bleiben die Westumer noch lange zusammen. Eingeladen zu diesem Aufgalopp sind natürlich auch alle Freunde und Gönner der 1713 gegründeten Schützengesellschaft. Traditionell steht bei den Gesprächen das Thema Stadtschützenfest im Mittelpunkt der Gespräche. Da wird über die Nachfolger der Vorjahreskönige Tim Albers, Andy Bosse und Leon Klähn spekuliert und natürlich auch versucht, schon erste Anwärter auf die Königsketten auszumachen.

Übrigens: Beim Schinkenschießen sind auch die Damen der Westumer Schützen eingeladen, ihre Treffsicherheit unter Beweis zu stellen. Und wie im Vorjahr hat auch die Schützenjugend unter Leitung ihres neuen Vorsitzenden Aurelius Düsterbeck angekündigt, wieder aktiv ins Geschehen einzugreifen. „Es wäre natürlich schön, wenn jemand aus unseren Reihen den letzten Schuss auf den Holzschinken abfeuern würde“, blickt Düsterbeck nach vorne. Eines wäre dann klar: Der nächste Gemütliche des Westumer Nachwuchses könnte gleich an Ort und Stelle geplant und festgelegt werden.

Acht Tage später ist das Vereinsheim erneut Treffpunkt der Westumer. Zum „Rudelgucken“ des ersten WM-Spiels der deutschen Elf gegen Mexiko sind selbstverständlich auch wieder Freunde, Gönner und Nachbarn eingeladen.

Fußball bei den Westumern – Spannung pur!!

Geöffnet wird bereits um 16 Uhr, um sich in der folgenden Stunde bis zum Anpfiff auf das Match einzustimmen. „Wir übertragen alle Begegnungen der Nationalelf auf zwei Leinwänden und dem großen Fernseher im Vereinsheim“, informiert Vorsitzender Maik Bothe und macht deutlich, dass daher niemand befürchten müsse, das Spielgeschehen nicht optimal verfolgen zu können. „Eine Ausnahme wird es jedoch geben. Sollte das deutsche Team ins Viertelfinale einziehen, wird das Spiel wegen des Schützenfest-Wochendes im Festzelt zwischen Martinum und der Sporthalle am Hallenbad übertragen. Hier wird ebenfalls ein Großbild-Fernseher eingesetzt“, verspricht Bothe, dass niemand befürchten muss, auch nur eine entscheidende Szene im Spiel zu verpassen.

 

Generalversammlung am 27.05.

Die Westumer Schützen setzen auf den Nachwuchs und binden die Schützenjugend mehr und mehr in die Arbeit mit ein. Mit Andrew Dietrich und Jörn Schulte gehören seit der Generalversammlung vom vergangenen Sonntag zwei Vertreter dem Vorstand als Beisitzer an. Nummer drei ist Aurelius Düsterbeck. Der Vorsitzende der Schützenjugend übernimmt bis zur Herbstversammlung- allerdings noch ohne Stimmrecht – den Platz von Erich Ortmeier, der zum 2. Schriftführer der Gesellschaft gewählt wurde. Thomas Klähn tritt die Nachfolge von Jörg Erke als Karnevalsminister an. In ihren Ämtern bestätigt wurden Gerätewart Markus Jaeschke und 2. Vereinigtenvertreter Marcel Schnückler.
Doch das ist nicht alles in Sachen Jugendförderung: Die Gesellschaft unterstützt den Antrag des Vorstandes, ab Herbst den Vorsitzenden der Schützenjugend mit eigener Position in den Vorstand aufzunehmen. In der Arbeitsgruppe „Schützenfest“ werden ab sofort gleich fünf Vertreter des Westumer Nachwuchses mitarbeiten. „Die Jugend ist unsere Zukunft. Wir müssen unser Schützenfest so ausrichten, dass wir die jungen Leute an uns binden und weitere Mitglieder gewinnen“, machte Vorstandsmitglied Andi Bosse deutlich, dass es unverzichtbar ist, Ideen und Vorstellungen der jungen Leute bei der Umstrukturierung mit einzubinden. Doch völlig freie Hand hat dabei wohl keine Schützengesellschaft: Die Vereinigten sind ebenfalls dabei, den Ablauf für das Hochfest in der Stadt zu überarbeiten. So soll der zentrale Gottesdienst nicht mehr am Sonntag in St. Pankratius gefeiert werden. Dennoch, da waren die Westumer sich einig, gibt es schon jetzt genügend Spielraum für Veränderungen, die letztlich an die Pläne der Vereinigten angepasst werden könnten.
In diesem Jahr steht das Programm für das Hochfest der Westumer bereits fest. Das bedeute jedoch nicht, dass es künftig keine Veränderungen mehr geben werde, machte Vorsitzender Maik Bothe klar. Daher sei es wichtig, dass es die Arbeitsgruppe gebe, in der künftig erfahrene Schützen mit jungen Leuten eine optimale Lösung suchen. Es sei aber auch gar nichts dagegen einzuwenden, wenn es zwei oder drei unterschiedliche Positionspapiere geben sollte. Letztlich werde eine Generalversammlung darüber entscheiden, wie das Fest künftig bei den Westumern ablaufen werde.
Auf Antrag von Michael Jürgens entlastete die Versammlung einstimmig Kassierer Marcel zur Mühlen und den Gesamtvorstand. Hier sei gute Arbeit zum Wohle der Gesellschaft geleistet worden, strich Jürgens für die Kassenprüfer heraus. Das wurde anschließend bei den Erläuterungen des Schatzmeisters deutlich. Er habe dem Schützenfest bisher noch nie so entspannt entgegengesehen wie in diesem Jahr, machte der deutlich. Der Verein stehe finanziell auf gesunden Füßen und könne problemlos Neuanschaffungen tätigen. Vorgestellt wurden die beiden neuen Gewehre für die Schießmannschaft, die mit Hilfe eines Sponsors und einer kräftigen Finanzspritze des Vereins angeschafft werden konnten. Passend zur Fußball-Weltmeisterschaft wird ein Großbildfernseher angeschafft, der künftig auch beim Königsschießen der Gesellschaft zur Einsatz kommen soll. „Wir wollen mit Hilfe einer Kamera Großaufnahmen von Vögeln und Scheibe zeigen, damit die Anwesenden genau verfolgen können, wie das Ringen um die Königswürde verläuft. Die Zeit der Fernrohre ist wohl schon in diesem Jahr bei uns vorbei“, machte Maik Bothe deutlich.
Neu angeschafft werden einheitliche Kostüme für die Clownläufer der Gesellschaft, die am Samstag vor dem Karnevalsfest das Narrenorgan „Dettsk Düörgemös“ im Haus zu Haus-Verkauf anbieten. „Sie sind ein Aushängeschild unserer Gesellschaft“, betonte Stefan Lüke. Der Präsident des Westumer Karnevals-Comitees gab auch gerne das Lob der KGE weiter. „Unsere Clownläufer verkaufen nach den Hollingern von allen Gesellschaften die meisten Zeitungen in Emsdetten. Das ist eine stramme Leistung“, strich er unter dem Beifall der Anwesenden heraus.
Lüke blickte auf ein „rundum gelungenes Karnevalsfest“ zurück. Er dankte Prinz Andrew (Dietrich) und seiner Prinzessin Marie sowie dem Elferrat um Präsident Nino Elting für ihren großartigen Einsatz. Da seien einige Neuerungen eingeführt worden, die das WKC für die Zukunft übernehmen werde. Der Präsident erinnerte an die gute Stimmung in der Halle an allen Karnevalstagen und an die vielen Westumer und Emsdettener Narren, die das närrische Treiben zu einem echten Erlebnis gemacht hätten.
Nicht so zufrieden ist er mit dem Besuch des internen Ordensfestes. „Wer seinen Orden haben möchte, muss teilnehmen“, machte Lüke deutlich. Er verwies darauf, dass alle Mitglieder der Gesellschaft mit ihren Damen zu dieser Veranstaltung eingeladen sind, die ein interner Aufgalopp für die närrischen Tage sind. Der Chef des WKC blickte aber auch nach vorne: „Wir haben den Nachfolger für Andrew bereits gefunden. Wir alle dürfen uns wieder auf einen mitreißenden Karneval freuen.“
Maik Bothe überraschte abschließend Albert Kamp und Ludger Borgmann. Für ihren ehrenamtlichen Einsatz rund um das Vereinsheim bis hin zum Schneiden der Hecke. Er überreichte ihnen Gutscheine für einen gemütlichen Abend mit ihren Damen. Lob gab es abschließend vom Vorsitzenden für alle Untergruppen der Westumer, für die Damen der Gesellschaft und das Thekenteam unter Leitung von Matthias Röhring, das zu den Öffnungszeiten ehrenamtlichen dafür sorge, dass das Vereinsheim ein echter Mittelpunkt im Vereinsleben geworden sei. Platz sei für viele Gäste im Haus, so Bothe, der alle Mitglieder, Freunde und Gönner der ältesten Schützengesellschaft der Stadt einlud, doch einfach mal bei den Westumern reinzuschauen.

Generalversammlung am Sonntag, 27.05.2018 um 10.30 Uhr im Vereinsheim an der Schüttenrode

Liebe Schützenbrüder,
zur Generalversammlung zu Schützenfest lade ich herzlich ein.

Tagesordnungspunkte:

  1. Begrüßung mit Totengedenken
  2. Protokoll der Generalversammlung vom 10.12.2017
  3. Bericht der Kassen- und Inventarprüfer
  4. Bericht des Kassierers
  5. Rückblick Karneval 2018
  6. Vorstandswahlen
    1. 2. Vereinigtenvertreter
    2. 2. Schriftführer
    3. 1. Gerätewart
    4. 1. Karneval-Minister
    5. Beisitzer
    6. Beisitzer
  7. Schützenfest 2018
  8. Anträge an die Generalversammlung

    Anträge an die Generalversammlung, die finanzielle Bedeutung haben, sind dem Vorstand bis  spätestens 14 Tage vor der Versammlung schriftlich einzureichen. Später eingehende Anträge werden in der jeweiligen Versammlung nicht berücksichtigt. Anträge ohne finanzielle Bedeutung können unter Punkt Anträge während der Versammlung behandelt werden.

  9. Termine
  10. Verschiedenes

Die Generalversammlung ist das wichtigste Organ des Vereins und leitet mit seinen Beschlüssen die Geschicke unserer Gesellschaft.

Ich bitte daher um rege Teilnahme.

Maik Bothe

Die Ahnentafeln und der Fahnenschrank finden einen neuen Platz im Vereinsheim

Aufhängen der Ahnentafeln im Vereinsheim

Passend zur Generalversammlung der Westumer am morgigen Sonntag um 10.30 Uhr im Vereinsheim haben sieben Mitglieder des Vorstandes sowie Linus Greiwe dafür gesorgt, dass die Schützen sich noch mehr mit ihrem Schützenhaus identifizieren können. Am Donnerstag wurden die Ehrentafeln zur Erinnerung an die Toten und Vermissten der beiden Weltkriege in der früheren Vereinsgaststätte abmontiert und an der großen weißen Wand gegenüber dem Eingang angebracht. Auch der Schrank mit den drei Fahnen der ältesten Schützengesellschaft der Stadt ist jetzt im Vereinsheim zu finden. Das Foto zeigt (v.l.) 2. Vorsitzenden Hansi Wiese, Linus Greiwe und Vorsitzenden Maik Bothe. Foto Ortmeier

Die Westumer Kapelle

Die Westumer Kapelle nach der Renovierung im Jahr 1987

Neben unserer Vogelstange auf Hof Brinkmann unter den Eichen gehört die Westumer Kapelle an der Amtmann-Schipper-Straße zu den zentralen Einrichtungen unserer Schützengesellschaft.

Die historische Aufgabe der Schützengesellschaften bestand darin, die Heimat vor umherziehenden Räuberbanden und Vandalen zu schützen. Um diesen Schutz zu gewährleisten, wurden die Mitglieder im Umgang mit den Waffen vertraut gemacht. Während kriegerischer Auseinandersetzungen und zum Schutz der Heimat wurden die Schützen zu Dienst an der Waffe einberufen und mussten diesen Einsatz oft mit dem Leben bezahlen.

Das ist sicherlich ein Grund dafür, dass sich die Schützen ihren Toten seit jeher sehr verbunden fühlen. So war es in früheren Jahren üblich, dass für die Schützenbrüder die Verpflichtung bestand, beim Tode von Mitgliedern der Gesellschaft an der Beerdigung bzw. am Seelenamt teilzunehmen. Auch heutzutage ist es bei den Westumern üblich, dass eine Abordnung den Schützenbruder auf seinem letzten Weg begleitet.

Besondere Form des Totengedenkens

Bei den in Kriegen gefallenen Schützenbrüdern ist diese Form des Totengedenkens nicht möglich, da sie im Felde verblieben sind. Die gedankliche Verbindung zwischen dem Schutz der Heimat und Schützenbrüdern, die dabei ihr Leben verloren hatten, führte zu einer besonderen Form des Totengedenkens, der Gefallenenehrung. Schon vor den beiden Weltkriegen müssen viele Schützenbrüder der Bauernschaft Westum ihr Leben verloren haben. In der Festschrift zum 200-jährigen Bestehen der Westumer Schützengesellschaft im Jahre 1913 wird bemerkt, dass die Gesellschaft unter den Kriegen sehr zu leiden hatte. Nur rund ein Jahr nach der Veröffentlichung dieser Zeilen begann bereits ein neuer Krieg. Von rund 180 Mitgliedern waren am Ende des 1. Weltkrieges 43 Schützenbrüder gefallen. Um auch diesen Schützenbrüdern zu gedenken, entschied man sich, eine Gedenkstätte zu errichten. Diese sollte am städtischen Grundstück an der Amtmann-Schipper-straße, vormals Richardstr., gebaut werden.

Alle Arbeiten wurden in Eigenleistung erbracht

Gemeinsam mit der Schützengesellschaft Westuer Einigkeit wurde im Herbst 1924 mit dem Bau der Kapelle begonnen. An der Stelle der neu zu errichtenden Gedenkstätte stand seit etwa 1850 eine Kluse, die im Jahre 1924 abgerissen wurde. Für das Mauerwerk der Kapelle wurde Ibbenbürener Sandstein, für den Altar mit Statue Baumberger Sandstein verwendet. Alle Arbeiten wurden in Eigenleistung erbracht. Das Innere der neuen Kapelle sollte die Mutter Gottes mit dem Jesuskind, flankiert von zwei Engeln in betender Stellung, schmücken. Die Sockelplatte trägt die Inschrift:

“Maria, durch Dein Kindlein zart, halt fern von uns den Krieg, so hart!”

Links und rechts von der Statue wurden zwei Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen aus dem ersten Weltkrieg angebracht. Die gedenktafeln tragen die Überschrift: “Es starben den Heldentod”. Anfang Juni 1925 war die Kapelle fertiggestellt. Die Bildhauerarbeiten dauerten noch bis zum Frühjahr 1926. Es bleibt zu erwähnen, dass der Bau der Kapelle viel Geld verschlungen hat. Die Finanzierung allerdings wurde durch die enorme Spendenbereitschaft sichergestellt. Die Einweihung der Kapelle erfolgte am 30. Mai 1926 unter großer Anteilnahme der Emsdettener, ganz besonders aber der Westumer Bevölkerung. Dieses Ereignis wurde von der Emsdettener Volkszeitung in der Ausgabe vom 27. Mai 1926 mit einem Ausführlichen Artikel angekünsigt.

Nur 13 Jahre nach Einweihung der Kapelle begann 1939 der zweite Weltkrieg. 105 Westumer verloren ihr Leben und weitere 31 Vereinsmitglieder wurden vermisst. Im April 1949 entschieden sich die Westumer, für die gefallenen Schützenbrüder des zweiten Weltkriegs ebenfalls Gedenktafeln anzuschaffen. Auf Grund der schlechten finanziellen Lage wurden zunächst Gedenktafeln aus Holz für das Vereinslokal Laumann angeschafft. Diese wurden am Schützenfestsamstag des Jahres 1950 eingeweiht. Für das Innere der Kapelle wurden Gedenktafeln aus Granitstein, in denen die Namen der Gefallenen und Vermissten beider Schützengesellschaften eingemeißelt sind, angebracht und am 11. Juli 1952, am Schützenfestsamstag, eingeweiht. Die Tafeln tragen die Überschrift: “Wir brachten das Opfer” und “Betet für uns”. Seit der Errichtung der Kapelle findet alljährlich am ersten Tag des Schützenfestes die Gefallenenehrung an dieser Stelle statt. Bevor der Vogel zur Stange gebracht wird, gedenkt man der Kriegstoten in einer Zeremonie, die u. a. eine Kranzniederlegung beinhaltet.

Altar drohte zu kippen

1962 wurde dann im Zuge des Ausbaus der Amtmann-Schipper-Straße die erste große Renovierung an der Kapelle vorgenommen. Der Eingangsbereich wurde neu gestaltet und die Mauer wurde zurück versetzt. Die Kapelle wurde abgestrahlt und neu ausgefugt. Der Innenraum wurde neu gestrichen und die Außenanlagen wurden erneuert. Im Jahre 1975 wurde die Kapelle mit einer Dachrinne versehen. Zum Jubelfest 1988 sollte die Kapelle im neuen Glanz erstrahlen. So entschied der Vorstand im Frühjahr 1987, die Kapelle auf Hochglanz zu bringen. Nachdem man zunächst davon ausgegangen war, nur kleinere Renovierungs- und Reinigungsarbeiten durchführen zu müssen, zeichte sich bei Beginn der Arbeiten schnell, dass ein umfangreicher Sanierungsaufwand erforderlich war. Unter anderem drohte der Altar unter der Last des Standbildes nach vorn zu kippen. Um bei der Restaurierung Fehler zu vermeiden, wurde das Westfälische Amt für Denkmalpflege in Münster hinzugezogen. So wurde die Kapelle unter der fachmännischen Leitung von Herrn Dr. Borgmann und unseres Mitglieds Paul Wenkers (als künstlerischer Betreuer) so hergerichtet, wie sie 1925 ausgesehen hat.

In Eigenleistung übernahmen die Westumer die umfangreiche Renovierung ihrer Kapelle und der Außenanlagen im Jahr 1987.
Feierliche Einweihung nach der Renovierung

Diese Renovierung wurde nur möglich durch eine große Spendenbereitschaft. Am 13. Juni 1987 wurde die Kapelle unter großer Anteilnahme der Bevölkerung sowie beider Schützengesellschaften feierlich durch Pastor Volkenhoff eingeweiht. Zu erwähnen bleibt noch, dass bei den Renovierungsarbeiten eine Urkunde im Boden mit eingemauert wurde.

Die Westumer Kapelle ist aus dem öffentlichen Leben in Westum und vor allem aus dem Vereinsleben beider Schützengesellschaften nicht wegzudenken. Zum einen wird die Kapelle genutzt, um am ersten Schützenfesttag der Gefallenen zu gedenken, zum anderen nutzt die Kirchengemeinde St. Joseph sie als Fronleichnamsstation.

1987 fand die feierliche Einweihung der renovierten Kapelle statt. Zelebrant war Pastor Bernhard Volkenhoff.
Mahnung, für den Frieden zu Leben und zu beten

Zu erwähnen bleibt noch, dass während der nationalsozialistischen Herrschaft die Gefallenenehrung in eine “Heldengedenkfeier” umfunktioniert wurde. Nach den Kriegen stand die Trauer im Mittelpunkt der Gefallenenehrung. Heutzutage wird sie als Mahnung verstanden; eine Mahnung der Kriegstoten an die Lebenden für den Frieden zu leben und für die Bewahrung des Friedens zu beten.

Damit sich die Kapelle zu jeder Zeit in einem untadeligen und vorzeigbaren Zustand befindet, übernehmen die Mitglieder der Westumer Schützengesellschaft die regelmäßige Pflege. Dieses so genannte Kapellenkomitee, bestehend aus 6 – 8 Personen, ist innerhalb unserer Gesellschaft eine selbstständige Abteilung. Wöchentlich treffen sich die Mitglieder, um die notwendigen Arbeiten durchzuführen. Dies geschieht völlig unentgeltlich. Dem Kapellenkomitee ist und war es zu verdanken, dass die Kapelle in Westum immer ein würdiges Denkmal war und auch zukünftig bleiben wird. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an alle aktiven und ehemaligen Mitglieder des Kapellenkomitees.

Text: Aus der Festschrift zum 300-jährigen Jubiläum unserer Gesellschaft
Fotos: Westumer Vereinsarchiv

Seniorentag und Doppelkopfturnier im Vereinsheim

Unser Vereinsheim wird immer mehr zum zentralen Veranstaltungsort der ältesten Schützengesellschaft unserer Heimatstadt. Das bewiesen einmal mehr zwei sehr schöne Veranstaltungen, die um die Osterfeiertage herum stattfanden. So trafen sich die Senioren der Gesellschaft am Wochenende vor den Feiertagen zum Seniorentag in der der „guten Stube Westums“

Der Vorsitzende unserer Gesellschaft, Maik Bothe, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste, die im festlich hergerichteten Vereinsheim ihre Plätze einnahmen. Zunächst gab es Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, den die Damen der Gesellschaft gebacken hatten, sowie leckere Schnittchen. Anschließend wurde dann die Fortsetzung der Filmreihe mit einem Beitrag zur Fahnenweihe 1995 gezeigt. Erinnerungen wurden wach, denn viele Teilnehmer des Seniorentages hatten dieses Fest seinerzeit aktiv mitgestaltet. Nach Beendigung des Filmbeitrages wurde die Gelegenheit genutzt, bei kühlen Getränken gemütlich zusammenzusitzen und über vergangene Zeiten zu plaudern.

Hoch her ging es dann am Karfreitag beim Doppelkopfturnier. An den Spieltischen wurden in drei Runden der Sieger und die Nächstplatzierten ermittelt. Riesenspannung unter den Teilnehmern, als die Punkte ausgezählt wurden. Stefan Kamp (Keks) war es schließlich, der mit 67 Punkten die Siegprämie von 150 € in Empfang nehmen durfte. Wie spannend der Turnierverlauf war, zeigte das Ergebnis des Zweitplatzierten Erich Heckmann, der ebenfalls auf 67 Punkte kam. Erich durfte sich über ein Preisgeld von 100 € freuen. Sein Bruder Franz Heckmann nahm den dritten Platz ein. Er erhielt ein Preisgeld von 50 €. Die 3 Erstplatzierten, allesamt Mitglieder der Westumer Schützengesellschaft, bekamen vom Turnierleiter Hansi Wiese je einen Wanderpokal überreicht.

2. Platz Erich Heckmann, 1. Platz Stefan Kamp, 3. Platz Franz Heckmann

Erfreulich für die Teilnehmer, dass auch die Nächstplatzierten schöne Sachpreise mit nach Hause nehmen durften. Turnierleiter Hansi Wiese wies schon mal auf das nächste Turnier der Westumer hin, das zwischen Weihnachten und Neujahr am 27.12. stattfinden wird.

Doppelkopf am Karsamstag

Liebe Mitglieder,
am Karsamstag, den 31.März, wird es wieder mal hoch hergehen in unserem Vereinsheim an der Schüttenrode. Wie bereits angekündigt, bietet Emsdettens älteste Schützengesellschaft beim schon traditionellen offenen Doppelkopfturnier zu Ostern allen Doppelkopfspielern aus Emsdetten und den Nachbarorten die Möglichkeit, ihrem Hobby nachzugehen. Einlass ist um 17:00 Uhr, Spielbeginn um 18:00 Uhr. Das Startgeld beträgt 8,00 Euro.

Um diese Pokale wird am Karsamstag gespielt

Attraktive Gewinne warten auf Sieger und Platzierte. So erhält der Gewinner 150,00 Euro Preisgeld, der 2. Sieger darf sich auf 100,00 Euro freuen und der 3. Platz wird mit 50,00 Euro belohnt. Zusätzlich gibt es noch viele, wertvolle Sachpreise zu gewinnen. Für die ersten 3 Plätze wird zudem je ein attraktiver Wanderpokal überreicht, der dann für ein Jahr einen Ehrenplatz im Trophäenschrank der Gewinner einnehmen wird. Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt. Teilnahme ab 18 Jahre.
Voranmeldungen nimmt Hans-Georg Wiese unter der Handy-Nr. 0170 436 8959 entgegen. Im Vereinsheim hängt eine Liste aus, über die die Anmeldungen ebenfalls erfolgen können.

Seniorentag und Doko-Turnier unserer Gesellschaft

Nachdem sich die Aktiven der der Westumer Schützengesellschaft gerade erst von den anstrengenden Karnevalstagen erholt haben, warten schon die nächsten Veranstaltungen auf die Schlösserbrüder. Am Sonntag, den 25.03. dürfen sich die älteren Mitglieder unserer Gesellschaft sowie die Witwen der verstorbenen Mitglieder auf den so beliebten Seniorennachmittag freuen.
Um 14.30 Uhr wird die Veranstaltung im festlich hergerichteten Vereinsheim beginnen. Zunächst wird es wieder Kaffee und selbstgebackenen Kuchen sowie leckere Schnittchen geben. Der Kostenbeitrag hierfür beträgt 4,50 €. Die Getränke, die am Nachmittag ausgeschenkt werden, werden zu den üblichen Preisen abgerechnet.
Ab ca. 16.00 Uhr erwartet die Besucher dann die Fortsetzung der Filmreihe aus dem Vereinsleben der Gesellschaft, die bei den letzten Treffen alle Teilnehmer so begeisterte. Diesmal wird die Fahnenweihe von 1995 das Thema sein. Nach Beendigung der Filmvorführung bleibt dann noch genügend Zeit, in gemütlicher Runde bei einem Gläschen zusammenzusitzen und Erinnerungen auszutauschen.
Wie bei den vorhergehenden Veranstaltungen bitten wir um rechtzeitige Anmeldung, da bereits jetzt sehr viele Anfragen vorliegen und die Anzahl der Teilnehmer begrenzt ist. Anmeldungen nimmt  entgegen:
Klaus Albers Tel.-Nr.: 02574 98 30 46 (Saerbeck)

Mit dem schon traditionellen Doppelkopf-Turnier für alle Interessenten aus Emsdetten und der Nachbarschaft geht es dann am 31. März (Karsamstag) weiter. Einlass im Vereinsheim an der Schüttenrode ist um 17.00 Uhr. Die erste Kartenrunde startet eine Stunde später um 18.00 Uhr. Das Startgeld beträgt 8,00 Euro. Attraktive Gewinne warten auf Sieger und Platzierte. So erhält der Gewinner 150,00 Euro Preisgeld, der 2. Sieger darf sich auf 100,00 Euro freuen und der 3. Platz wird mit 50,00 Euro belohnt. Zusätzlich gibt es noch viele, wertvolle Sachpreise zu gewinnen. Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt. Teilnahme ab 18 Jahre.
Voranmeldungen für das Turnier nimmt Hans-Georg Wiese, Tel.-Nr. 0170 4368 959 entgegen.
Weiterhin hängen im Vereinsheim Listen aus, über der die Anmeldungen für beide Veranstaltungen ebenfalls erfolgen können. Da sich für beide Termine schon viele Interessenten gemeldet haben, ist eine Voranmeldung unbedingt ratsam.

Vereinsmeisterschaften im Darten der Westumer

Knisternde Spannung lag am vergangen Samstagabend In der Gaststätte Liberty in der Luft. Viele Mitglieder der Westumer Schützengesellschaft hatten sich eingefunden, um die Vereinsmeisterschaften im Darten auszuspielen. Die Turnierleitung lag in den bewährten Händen von Jutta Wiemer. Sie sorgte für einen reibungslosen Ablauf von der Anmeldung bis hin zur Siegerehrung. Vor Beginn der Wettkämpfe begrüßte Matthias Röhring die aktiven Darter sowie die interessierten Zuschauer.  Er dankte dem Wirtepaar Olli und Nico Ahrens, dass sie, wie bereits in den vergangenen Jahren, ihre Gaststätte für das Turnier zur Verfügung gestellt hatten.
Die Wettbewerbe begannen. Immer wieder Jubel nach gewonnen Spielen und Gesten der Enttäuschung nach Niederlagen. Fachmännisch wurden die Spiele kommentiert und Tipps an die Konkurrenten gegeben. Es herrschte eine tolle, spannungsgeladene Atmosphäre. Nach aufregenden Wettkämpfen kam es schließlich zum großen Finale.

von links: Amateurmeister Klaus Ruland, High Finish Matthias Röhring, Best Lady Laura Aupke, Vereinsmeister Marcel Schnückler, 2. Sieger Jochen Beike, 3. Sieger Christian Moskwa Die Pokale überreichte der 1. Vorsitzende Maik Bothe

Die Kontrahenten Marcel Schnückler und Jochen Beike lieferten sich ein begeisterndes Duell.  Am Ende hatte Marcel Schnückler ganz knapp die Nase vorn. Jubel und Begeisterung, als er den entscheidenden Wurf setzte. Glückwünsche und begeisterndes Schulterklopfen galten dem Sieger. Aber auch Anerkennung für den unterlegenen Finalisten Jochen Beike. Einen hervorragenden 3. Platz sicherte sich Christian Moskwa.
Amateurmeister (Darter, die nicht in Spielgemeinschaften organsiert sind) wurde in diesem Jahr Klaus Ruland. Den Titel „High Finish“ konnte Matthias Röhring für sich verbuchen. Er beendete den Satz mit 119 Punkten.
Den Titel „Best Lady“ sicherte sich in diesem Jahr Laura Aupke. Sie sorgte auch für die größte Sensation, als sie einen der großen Turnierfavoriten, Leon K.  eine Niederlage beibrachte.
Nachdem sich die Anspannung etwas gelegt hatte, nahm der 1. Vorsitzenden der Westumer, Maik Bothe, die Siegerehrung vor und überreichte die Pokale.
Bei der anschließenden „After-Dart-Party“ wurden die Pokalsieger bis tief in die Nacht gefeiert.
Fazit: Dieser Abend kann getrost als Werbung für den Dart-Sport als auch als Werbung für die Westumer Schützengesellschaft gesehen werden.